| Einen ersten Eindruck von der beförderten Menschenmenge bietet das nebenstehende
Bild von Martin. Durch das schlechte Wetter war die Fahrt spektakulär, nur die Bildausbeute war eher dürftig. Aber wir besuchen diese erfolgreiche Erlebnisbahn sicher nochmals, vielleicht dann bei besserem Fotowetter. Martin |
Die ÖGEG betreibt seit 1985 mit dem 17 km langen Abschnitt der Steyrtalbahn von Steyr Lokalbahnhof nach Grünburg die älteste 760–mm–Schmalspurbahn Österreichs als Museumsbahn. Die Adventfahrten in Zahlen: Bei den 30 planmäßigen Fahrten auf der Steyrtalbahn wurden insgesamt 5.500 Fahrgäste befördert, mit den Sonderzügen waren es an die 6.000. Stärkster Tag war der 7. Dezember mit 1.120 Personen bei einem Zweizugbetrieb. Am 31. Dezember wurden im Einzugbetrieb 714 Fahrgäste befördert. Mehr zur Steyrtalbahn unter www.oegeg.at. |
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| Rollender Stammtisch auf der Steyrtalbahn | ||
| Jedes Jahr, wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden, wenn brennende Kerzen das Grau des
Novembers durchbrechen und die stillste Zeit des Jahres beginnt, kann man nicht nur an jeder Ecke Punsch und
Glühwein trinken, sondern auch mit so mancher Erlebnisbahn dem vorweihnachtlichen Trubel entfliehen. Und da schon lange ein Besuch bei der Steyrtalbahn fällig war, nützte am 30. November 2003 gleich eine ganze Gruppe der Freunde der MzB die Gelegenheit, durchs Tal entlang der Steyr zu dampfen. Und gedampft hat es tatsächlich ziemlich heftig, und zwar nicht nur aus den Lokomotiven, deren zwei an diesem Tag in Betrieb waren, sondern auch von der Dampfheizung. Die Steyrtalbahn war ja die einzige, bis zuletzt ausschließlich mit Dampflokomotiven betriebene Schmalspurbahn der ÖBB, daher gibt es ebenda auch die letzten Waggons mit Dampfheizung. Leider konnte der Streckenabschnitt zwischen Garsten und Steyr Lokalbahnhof nicht erhalten werden, weshalb noch ein kurzer Fußmarsch von der Normalspur erforderlich war. Einige wenige bevorzugten allerdings die Benzinkutsche, um an den Ausgangspunkt unserer Dampfzugfahrt zu gelangen. |
| Als wir schließlich den Lokalbahnhof erreichten, stand da bereits eine lange Garnitur aus lauter grünen
Zweiachsern, während die 298.53 noch Wasser fassen musste. Bis zur Abfahrt fand sich auch jede Menge
Fahrgäste ein, sodass der Zug schließlich fast bis auf den letzten Platz besetzt war. Einige Hartgesottene
ließen es sich auch nicht nehmen, die Fahrt auf der offenen Plattform zu genießen. Ja, die wahren Fans
sind eben wetterfest! Leider herrschte an diesem Novembertag richtiges Novemberwetter, was aber der guten Stimmung im Zug keinen Abbruch tat. Lediglich die Fotografen hatten keine rechte Freude. Nebel am Himmel sowie viel Dampf rund um den Zug herum waren nicht gerade ideale Bedingungen zum Fotografieren. Da es an diesem Tag einen Zweizugbetrieb gab, fand in Aschach eine Kreuzung statt. Die andere Garnitur war mit der rumänischen Waldbahndampflok 764.007 bespannt und auch nicht gerade leer. In Grünburg gab es eine längere Mittagspause, denn es lautete der Beschluss, dass der Mensch was essen muss. Also begab man sich nach Steinbach, am anderen Steyrufer gegenüber von Grünburg gelegen. Der Weg dorthin führte auch ein Stück entlang der ehemaligen Bahntrasse in Richtung Klaus, und so mancher bedauerte, dass es die schöne Ortsdurchfahrt durch Grünburg nicht mehr gibt. Die Trasse wäre jedenfalls noch vorhanden. Allzulange durfte die Mittagspause allerdings auch nicht dauern, denn schließlich wollte man noch die zweite Garnitur bei der Einfahrt in Grünburg auf Zelluloid bannen. Das war allerdings nicht ganz einfach, weil unser werter Herr Obmann seiner Nikotinsucht frönen musste und die arme Kellnerin noch um Zigaretten schickte, während die Fotografen schon auf Nadeln saßen, weil sie nicht zahlen konnten und schon Angst hatten, den Zug nicht mehr zu erwischen. Doch schließlich konnte man sich doch noch rechtzeitig auf den Weg zur Fotostelle machen. So richtig glücklich wurde man aber trotzdem nicht, denn leider fuhr der Wicht ohne Licht, die Fotografen freut' dies nicht... Die Rückfahrt erfolgte standesgemäß in einem Vierachser, und zwar im ehemaligen Mariazellerbahnwagen BD4 4109. Kaum zu glauben, dass der dort fahren kann, vor allem im Winter. Auf der MzB hatte er eine elektrische Heizung, die man im Steyrtal allerdings mangels Bedarfes ausgebaut hat, dafür hat man doch glatt eine Dampfheizung installiert. Kaum zu glauben, was man in so einen Wagen alles einbauen kann, wenn man nur will! Ach ja, fast müßig zu erwähnen, dass auch dieser Zug ein voller war, genauso wie jener, den wir in Aschach kreuzten. Bei der Ankunft in Steyr war es bereits finster, und so entstand noch die eine oder andere Nachtaufnahme, ehe man sich auf den Heimweg machte. Diesmal benützten allerdings alle das Taxi, denn wir hatten nicht allzuviel Zeit, um unseren Anschlusszug zu erreichen. Sicher, es hätte auch noch einen späteren Zug gegeben, und es hätte sich auch ganz sicher die eine oder andere Punschhütte gefunden, bei der man sich die Wartezeit verkürzen hätte können. Aber man soll schließlich nicht übertreiben, denn die Fahrt mit der Steyrtalbahn war für diesen Tag sicher Erlebnis genug. Jedenfalls waren sich alle einig, bald wieder ins Steyrtal zu kommen, um das Leben in Vollen Zügen zu genießen! Martin |