Ausgabe 10 vom August 2002
MzB – Waggons 3206 und 3241 im Modell

Wie bereits in der letzten Ausgabe unserer Mitgliederzeitung kurz erwähnt, fertigt die Firma Stängl exklusiv für unseren Verein zwei Modelle nach Vorbild der MzB.

Wagen 3206, Foto: Fa. Stängl
Der erste Wagen trägt die Nummer 3206. Er wurde im Jahre 1908 als Ca/s 403 in Betrieb genommen. Dementsprechend besitzt er die Laufwerksbauart 1908/s. Zum Zeitpunkt der Indienststellung hatte er einen 14 - fenstrigen Kasten aus Holz, welcher im Jahre 1935 einem siebenfenstrigen Kasten weichen musste, nachdem sich die alten Kästen als zu wenig stabil erwiesen hatten. Zu diesem Zeitpunkt trug er bereits die Betriebsnummer 703 entsprechend dem Nummernschema der BBÖ von 1928. In den Nachkriegsjahren entschlossen sich die ÖBB zu einem großangelegten Modernisierungsprogramm. Dabei erhielt unser Wagen im Jahre 1955 einen Spantenaufbau und die neue Bezeichnung 3254, nachdem er zwei Jahre zuvor die neue ÖBB-Nummer 3206 erhalten hatte. Im Jahre 1963 wurden die Wagen nummernmäßig nach Laufwerksbauarten zusammengefasst, wobei unser Wagen zum zweiten Mal die Nummer 3206 erhielt. 1974 begann ein Gastspiel auf der Steyrtalbahn, wofür der Wagen eine Webastoheizung und ein tannengrünes Farbkleid erhielt. Nach Einstellung der Steyrtalbahn im Jahre 1982 kehrte der Wagen zur MzB zurück, wobei die Webastoheizung wieder ausgebaut wurde. Der Wagen trägt seither die schmucke Jaffa - Lackierung und steht nach wie vor im täglichen Planeinsatz auf der MzB.

Wagen 3241, Foto: Fa. Stängl
Beim zweiten Wagen handelt es sich um jenen mit der Betriebsnummer 3241. Dieser wurde im Jahre 1912 als DFa/s 535 gebaut. Dabei handelte es sich um einen von vier damals gebauten Post-Gepäckwagen. Der Wagen hat daher eine gegenüber den anderen Wagen von 1912 abweichende Rahmenbauart, gleich jener der Wagen von 1908, besitzt aber Drehgestelle der Bauart 1912/s. Bei der BBÖ erhielt er die Nummer 946 und bei den ÖBB hieß er schließlich PFw4h/s 6290. Diese Bezeichnung trug er allerdings nur kurz, denn bereits im Jahre 1954 wurde er in einen Sitzwagen mit Spantenkasten und der Nummer 3241 umgebaut. Da er auch eine Webastoheizung besitzt, ist er auch für den Einsatz auf der Krumpe geeignet und findet derzeit Verwendung im Schülerzug auf der Krumpe, sowie auch hinter einer 2095 auf der Stammstrecke bis Laubenbachmühle. Eine im Felsinger erwähnte Umstationierung des Wagens ins Ybbstal ist unrichtig. Auch dieser Wagen trägt die Jaffa - Lackierung, allerdings als einziger in verkehrsrot anstatt blutorange. Das Modell wird daher von der Fa. Stängl vorbildgetreu als Sonderlackierung in verkehrsrot ausgeliefert.

Den in der Ausgabe Nr. 9. genannten Stückpreis können wir leider nicht halten, der Preis wurde nun - analog zu den anderen Personenwagen der Fa. Stängl - mit EUR 33,- festgesetzt. Die Stückzahl ist nicht limitiert, jedoch werden nur bis Ende August fix bestellte Wagen in Auftrag gegeben, die Vorbestellungen mit der letzten Antwortkarte gelten als fix bestellt. Als Lieferzeit ist Ende September / Anfang Oktober geplant.

Wir danken an dieser Stelle für die unerwartet vielen Vorbestellungen, darum planen wir für 2003 ein Modell eines überaus interessanten Wagens der Mariazellerbahn.
Martin Geyer
2093 im Modell
Auch bei diesem Modell wurden wir durch das hohe Interesse positiv überrascht. Die bestellten Modelle in grün und in rot wurden inzwischen versendet, einige Modelle haben wir für die 15. Fahrt zum Verkauf vorbereitet.
Für den Spätherbst ist als weitere Farbvariante beige / rot (siehe Felsinger, Seite 290) geplant.

Fotos gesucht
Von der Farbvariante beige / rot [ der 2093 ] sucht die Fa. Halling dringend Farbfotos, vielleicht haben unsere Fotografen ein Bild in ihrer Fotosammlung.

Alle drei Modelle können weiterhin über den Verein zum Preis von EUR 179,- zuzügl. Versandkosten bezogen werden.

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