Die Mariazellerbahn
Vor der Rückfahrt, Martin Geyer

Erst eine Fahrt mit der Mariazellerbahn
macht den Winter so richtig schön!

12. gemeinsame Fahrt
der Freunde der Mariazellerbahn
zum Mariazeller Advent
16. Dezember 2001

Wer planmäßige Züge auf der MzB will,
muß auch mit planmäßigen Zügen reisen!

Ein wichtiges Anliegen unseres Freundeskreis ist es, die Mariazellerbahn als vollwertiges und vor allem leistungsfähiges Verkehrsmittel mit einem hohen Erlebniswert zu präsentieren.

Im Dezember 2001, speziell am Wochenende 15./16.12. wurde ihre Leistungsfähigkeit - trotz widrigster Umstände - ultimativ bewiesen!
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   Voller Zug!

Mariazeller Advent
Begonnen hat dieses Event bereits im Sommer, als wir vom Mariazeller Advent gefragt wurden, ob wir nicht auch am 16. Dezember anläßlich der Feier 95 Jahre Bergstrecke eine Vereinsfahrt veranstalten könnten.

Nach dem ersten Echo unserer Mitglieder haben wir uns zu einer "großen" Fahrt mit 7 Wagen, also um die 240 Mitreisenden entschieden. Und - bitte auf der Zunge zergehen lassen - obwohl wir alle Mitglieder (fast schon flehentlich) baten, keine besondere Werbung für diese Fahrt zu machen, waren wir ZWEI Monate vor der Fahrt ausgebucht. Auch die beiden weiteren Wagen, die uns der Veranstalter des Mariazeller Advents aus seiner Reservierung überlies, konnten nicht verhindern, daß wir weit über 100 Anmeldungen wegen Platzmangels nicht berücksichtigen konnten!

Fast gleichzeitig gab es außerdem den (planmäßigen) Sonderzug Panoramic 760 auf dem Nebengleis, in "unserem" Planzug gab es weitere Reisengruppen und auch die Planzugwagen waren gut besetzt, damit sind innerhalb weniger Minuten mehr 700 Reisende von St. Pölten Richtung Mariazell mit der MzB abgereist.
700 Personen freuen sich in den beiden Zügen auf die Reise, Harald Meidl
700 Personen freuen sich in den beiden Zügen auf die Reise, links "unser" Planzug mit 14 Wagen und Doppeltraktion 1099, rechts der Panoramic 760 mit 2095 (bis Obergrafendorf, dann Mh.6).

Ronny's Lieblingsmotiv im Natterstal, die Zugspitze vom Zugschluß gesehen. Nichts besonderes? Irrtum, denn bei diesem Bild liegt dazwischen der Kerlsteintunnel mit 93 m Länge! Dieses Bild ist nur bei einem langen Zug möglich, diesmal ideal getroffen von Sebastian Erben.
Talkehre im Natterstal, Sebastian Erben

Puchenstuben, Sebastian Erben
Spätestens ab Puchenstuben zeigt sich die Landschaft tief verschneit.

Lange Züge gibt es oft auf der MzB, das fröhliche Winken in Gösing dokumentiert den vollen Zug, der Schneefall verhinderte die für ein größeres Bild notwendige Tiefenschärfe.
Fröhliches Winken in Gösing, Martin Geyer

Fröhliches Winken in Gösing von der Gegenseite, Markus Fedra

bei Wienerbruck, Markus Fedra
Das Motiv unserer Einladung zeigt sich tief winterlich ...

Voller Bahnhof in Mitterbach während unserer kleinen Tombola
Ankunft Mitterbach, Markus Fedra

Unser Zug am Streckengeleis bereitgestellt, Herbert Ortner
"Unser" Zug wartet auf dem Streckengleis Richtung Mariazell auf die Rückfahrt.

Die Fotos auf dieser Seite stammen von:
Sebastian Erben
Markus Fedra
Martin Geyer
Harald Meidl
Herbert Ortner

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Regionalzug nach Frankfurt ?, Martin Geyer
Kleiner Scherz der ÖBB:
"Unser" Zug wurde als Regionalzug nach Frankfurt (Main) angekündigt.
 
Gehen wir an dieser Stelle zurück in das Jahr 1997. Damals wurde immer gejammert, die MzB läßt sich nicht "verkaufen", jeder (!) Gesprächspartner quer durch die Lande erzählte uns von Flops und erklärte dann ganz genau, warum es nicht geht. Wie dann unsere Fahrten boomten, kamen dann die Meinungen, wir würden die Nostalgiefahrten "konkurrenzieren" und es entstand erheblicher Druck in der Region, daß wir unser Konzept ändern oder noch besser: aufgeben sollten. Nebenbei gab es immer wieder die Ansicht, diese Fahrten (Nostalgie und unsere) würden sich demnächst totlaufen.

Mit diesen Fahrten am 16. Dezember konnte nun dies alles widerlegt werden.

Vier (!) Veranstalter / Anbieter haben am Ende einer überaus erfolgreichen Saison ihr Platzangebot nochmals restlos gefüllt, die Planzüge waren voll, die von der Mariazeller Land GmbH reservierten Wagen waren voll, der Dampf-Sonderzug war 3 Wochen vor der Fahrt ausgebucht und wir waren sowieso gnadenlos überbucht.
Nach Rabenstein, Harald Meidl
Es ist schier unmöglich, an den klassischen Fotopunkten den vollständigen Zug zu fotografieren ...
 
Zurück zu unserer Fahrt:

Es war dies die am umfangreichsten organisierte Fahrt in der noch kurzen Vereinsgeschichte.
Ein Pfeiler des Erfolges ist unsere grundsätzliche Disposition: max. 40 Personen in einem Wagen, Frühstück und Jause am Sitzplatz, eigene Bordzeitung, etc.
Da das "Kaffeehäferl" nicht ausreichend Platz für die für 300 Personen notwendigen Speisen und Getränke bietet, mußten wir diesesmal einen Kleintransporter anmieten, auch im Hinblick auf die tiefen Temparaturen.
Es darf nicht übersehen werden, daß zum Gelingen dieser Fahrt an die 40 Mitglieder beigetragen haben, eine derart umfangreiche Betreuung bieten nur wenige Veranstalter und ist wohl auch nur auf freiwilliger Basis möglich.
Ausfahrt von Laubenbachmühle, Harald Meidl
Wer fürchtet sich vor 27 Promille?
Die 1099.009 und 1099.007 - auch mit 14 Vierachser im tiefsten Winter - sicher nicht!
In gewohnt souveräner Art wurden weit über 500 Fahrgäste
über die Bergstrecke chauffiert
 
Durch einen Unfall mit einem Lkw am Freitag vor der Fahrt (mehr Info's bei schmalspur.at) war die Strecke zwischen Mitterbach und Mariazell gesperrt und ein - gut organisierter - Schienenersatzverkehr eingerichtet. Überhaupt ist anzumerken, daß sich die ÖBB sichtlich anstrengten, die Probleme rund um diese Streckensperre in den Griff zu bekommen. Vor einigen Jahren wären die Fahrten wohl abgesagt worden, an diesem Wochenende wurde der Betrieb - allgemein anerkannt - tadellos abgewickelt. Ob da ein Umdenken stattfindet?

Unsere Fahrt endete daher in Mitterbach, wo wir sofort nach der Ankunft unsere kleine Tombola veranstalteten, Hauptpreise waren ein Wochenende im Alpenhotel Gösing, ein Modell 2091.05, gestiftet von Eisenbahnmodelle Halling, ein Modell des "Mariazeller Advent" Waggons, gestifet von der Mariazeller Land GmbH und ein 3-Gänge-Menü für 2 Personen im Goldenen Löwen, weitere Preise kamen von Stängl & Salber, MSE - Bieber, Ferrotrain, Raiffeisenbank Pielachtal und Toman.

Bei der Rückfahrt das nächste Novum: Wir wurden ganz offiziell gefragt, ob wir nicht noch einige Reisende mitnehmen könnten, die im Planzug keinen Platz mehr fanden, natürlich konnten wir!

Mit dieser unserer Rekordfahrt endet vorerst die Ära der groß organisierten Mitgliederfahrten.
Alles, was in diesem Bereich zu beweisen war, wurde im Laufe des Jahres 2001 bewiesen.

Die Mariazellerbahn hat das Potential zu einer großen Touristikbahn.

Ewige Pessimisten werden nun einwenden, das war ein einmaliges Ereignis und so weiter. Nun, meine Freunde, es liegt an uns, daß es kein einmaliges Ereignis bleibt!
 
Ankunft in St.Pölten, Herbert Ortner
1099.009 und 1099.007 bei der Ankunft in St. Pölten,
90 Jahre alt und von Müdigkeit keine Spur!
Wünschen wir der Weltrekordreihe 1099 einen umsichtigen Betreiber, eine sorgfältige Werkstätte und Lkw's, die immer rechtzeitg bremsen!

Wer die Mariazellerbahn will, muß auch mit ihr fahren!


Für den Inhalt verantwortlich:
Verein
Freunde der Mariazellerbahn

A-3202 Hofstetten

Konzept & Realisation:
Ronny
last update: 20.01.2003
Bei der Rückfahrt in Annaberg-Reith, Harald Meidl


Voller Zug!
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